Skript Finanzierung

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Eine kurze Zusammenfassung wesentlicher Inhalte des Fachs Finananzierung

Ein Teilgebiet der betriebswirtschaftlichen Disziplin Finanzwirtschaft stellt das Fach Investition und Finanzierung dar. Hierbei befasst sich die Investition mit der Mittelverwendung des dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kapitals. Dieses Kapital befindet sich auf der Aktivseite der Bilanz. Die Finanzierung beantwortet hingegen die Frage, wo, wie und zu welchen Konditionen das Kapital beschafft wird, das dem Unternehmen für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung steht. Alle Mittel die der Finanzierung dienen, also sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital, werden auf der Passivseite der Bilanz abgebildet.

Welche Fragestellungen werden im Fach Finanzierung behandelt?

Finanzierungsarten: Grundsätzlich zwischen Außen- und Innenfinanzierung unterschieden. Die Außenfinanzierung bezeichnet dabei die Kapitalbeschaffung von externen Quellen – Banken, Einzelpersonen oder dem Kapitalmarkt. Im Rahmen der Außenfinanzierung wird Fremdkapital (z.B. Bankkredite) oder Eigenkapital (durch den Betriebseigentümer oder Unternehmensbeteiligte bereitgestelltes Kapital) verwendet. Bei der Innenfinanzierung wird das investitionsfähige Kapital hingegen aus dem Unternehmen heraus generiert. Dies können Gewinnrücklagen, Pensions- oder Steuerrückstellungen sein, aber auch Finanzierungen aus Abschreibungen, Rationalisierungsmaßnahmen oder die Umschichtung von Kapital. Auch das Leasing wird zu den Finanzierungsarten gezählt.

Kreditarten: Die Kreditfinanzierung als Teil der Außenfinanzierung kann über verschiedene Kreditarten erfolgen. Es wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigem Fremdkapital unterschieden. Zum kurzfristigen Fremdkapital gehören Lieferanten- und Kundenkredite, der Kontokorrentkredit und das Factoring. Darlehen stellen hingegen in der Regel eine Form des langfristigen Fremdkapitals dar.

Typische Berechnungen im Fach Finanzierung

Um die optimale Kapitalbeschaffung zu ermitteln, stehen verschiedene Berechnungsmethoden zur Verfügung. Folgende Finanzrechnungen sind besonders relevant: Die Kapitalbedarfsrechnung gibt Antwort auf die Frage, welche Menge an Kapital für eine Investition benötigt wird. Im Rahmen der Liquiditätsplanungen werden Kalkulationen angestellt, die die ständige Liquidität, also Zahlungsfähigkeit, des Unternehmens sicherstellen. Eine Berechnung zur Kapitalerhöhung soll hingegen die Frage beantworten, wie auch in Zukunft der Produktionsprozess im Unternehmen finanziell sichergestellt werden kann.

Allgemeine Wirtschaftslehre

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Allgemeine Wirtschaftslehre – welche Einblicke vermittelt Ihnen diese spannende Disziplin?

Die Allgemeine Wirtschaftslehre befasst sich mit grundlegenden Fragestellungen der Wirtschaftswissenschaft. Hierbei wird unter der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre unterschieden. Beiden Disziplinen ist jedoch gemein, dass sie von der Annahme ausgehen, Güter seien grundsätzlich knapp. Hieraus resultiert das Erfordernis wirtschaftlichen Handelns. Die Allgemeine Wirtschaftslehre erläutert daher zunächst allgemeine wirtschaftliche Grundbegriffe wie das ökonomische Prinzip, das Zusammenspiel der Produktionsfaktoren, Ziele erwerbs- und gemeinwirtschaftlicher Betriebe oder die Funktionen der einzelnen Wirtschaftsbereiche in der Gesamtwirtschaft.

Allgemeine Volkswirtschaftslehre

Die Allgemeine Volkswirtschaftslehre als Teilgebiet der Allgemeinen Wirtschaftslehre behandelt die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Wirtschaft. Sie untersucht sowohl die Zusammenhänge bei der Erstellung und Verteilung von Produktionsfaktoren und Gütern als auch das menschliche Handeln im ökonomischen Umfeld allgemein. Teilgebiete der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre sind die Wirtschaftstheorie, die sich mit grundsätzlichen Zusammenhängen und Abläufen befasst und dabei zwischen Mikroökonomie und Makroökonomie unterscheidet, die Finanzwissenschaft sowie die Theorie der Wirtschaftspolitik. Die Mikroökonomie betrachtet das ökonomische Verhalten einzelner Haushalte und Unternehmen vor dem Hintergrund knapper Ressourcen. Regulationsvorgänge auf dem Markt sind damit ein wichtiger Untersuchungsgegenstand der Mikroökonomie. Die Makroökonomie befasst sich hingegen mit gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen. Wesentliche Untersuchungsgegenstände der Makroökonomie sind somit beispielsweise Vorgänge auf dem Güter-, Geld- und Arbeitsmarkt oder die Bildung der Wechselkurse.

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre setzt sich nunmehr mit den betrieblichen Vorgängen und Entscheidungsprozessen auseinander. Hierbei wird nicht auf Branchenspezifika eingegangen. Vielmehr werden die funktionsübergreifenden Zusammenhänge näher beleuchtet. Themengebiete der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre sind vorwiegend Fragestellungen zum Unternehmensstandort, zur Rechtsform des Unternehmens oder entscheidungstheoretische Grundlagen. Auch die Beschaffung und Lagerung, Produktion, Absatz, Finanzierung, das Rechnungswesen, Personalwirtschaft, sowie die Planung und Organisation von Unternehmen werden im Rahmen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre in Grundzügen behandelt. Schließlich gehören zu dieser Disziplin auch rechtliche Grundlagen im Zusammenhang mit der betrieblichen Leistungserstellung. Hier sind vor allem das Handelsrecht, das Steuerrecht und das Arbeitsrecht von Relevanz.

Warenverkaufskunde – Grundlagenwissen im Handel

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Seit vielen Jahren ist die Warenverkaufskunde Standardfach an handelsorientierten Schulen. Sie wird unter angehenden Einzelhändlern in allen Klassen unterrichtet. Ziel der Ausbildung ist eine umfassende Handlungskompetenz. Komplexe Verkaufssituationen verlangen intensives Verkaufstraining. Die Einzelhandelsklassen an Handels- oder Berufsschulen sind in der Regel branchengemischt. In der Praxis ist die Warenverkaufskunde jedoch stark vom angebotenen Produkt abhängig. Der Ausbildungsberuf nennt sich Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel. Das Arbeitsgebiet ist facettenreich und verlangt vom Einzelhändler oder Verkäufer im Einzelhandel permanente Fortbildung und Weiterentwicklung, da die Vielfalt der Angebote immer größer wird.

Wer die Produkte kennt, kann gut verkaufen
Textilwarenkunde unterscheidet sich erheblich von Lebensmittelwarenkunde. Innerhalb dieser Gruppe gibt es große Unterschiede zwischen Fleisch oder Obst und Gemüse. Entscheidende Fragen sind: Wie können die Produkte möglichst lange frisch gehalten werden? Wie werden sie so präsentiert, dass der Kunde sie verlockend findet? Nicht nur der Lebensmittelverkäufer muss Kenntnisse der korrekten Lagerhaltung haben. Einzelhändler im Verkauf müssen auch darin geschult werden, auf spezifischen Fragen der Kundschaft zum Produkt eingehen zu können. Bei Textilien sind das zum Beispiel Pflegehinweise, bei Obst zum Beispiel Fragen nach dem Herkunftsland oder nachhaltiger Landwirtschaft. Eeiterer Schwerpunkte in der Warenverkaufskunde sind die optimale Kommunikation und der richtige Umgang mit Kunden.

Unterschiedliche Verkaufswege erlernen
Kundenberatung und der sachgerechte Umgang mit den angebotenen Produkten sind die Hauptaufgaben des Verkäufers im Einzelhandel. Basis des Verkaufes ist zunächst die Warenkunde. Die Arbeitsergebnisse des Unterrichts und später die Waren optimal zu präsentieren, ist eine weitere Säule in der Warenverkaufskunde. Danach müssen unterschiedliche Verkaufsformen erlernt werden. Auch wenn die Produkte unterschiedlich sind, gelten für viele Branchen des Einzelhandels zahlreiche Gemeinsamkeiten. So müssen heute auch digitale Verkaufswege einbezogen werden. Medienkompetenz hat als Unterrichtsfach in der Warenverkaufskunde längst hohen Stellenwert. Hier geht es nicht nur darum, einen Computer richtig bedienen zu können, sondern auch, sich mit dem Medium als solches gründlich auseinanderzusetzen.

Ja, wohin denn nur mit dem ganzen Geld?

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Wozu Kosten- Leistungsrechnung?

Damit die Leistung eines Unternehmens im Verhältnis der für einen definierten Kostenwert anfallenden Kosten bewertet werden kann, wird meist in regelmäßigen Abrechnungszyklen die Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung als statistisches Beiwerk den der betriebswirtschaftlichen Auswertung zugefügt.

Die aussagekräftige Kontierung von Kostenstellen:

Fast alle betrieblichen Buchführungen werden mit codierten, meist vierstelligen Kontonummern für jedes Jahresabschlusskonto per EDV erstellt. Je nach Auswahl des Betriebskontenplans werden Kostenstellen- und Kostenträger in einem erweiterten Nummernkreislauf, der meist mehr als vier Stellen hat, zusätzlich eingegeben. Die Eingabemaske des EDV-Programmes ermöglicht häufig die Schnelleingabe der von der Buchhaltung gewählten Kostenstellen in Verbindung mit bestimmten Auswertungskonten. Betriebsteile oder Filialen sind die Kostenstellen, Kostenträger sind unternehmensinterne Personen, Produkte, Leistungen und Erzeugnisse. Kosten und Erträge werden dabei nicht nur auf die Sachkonten gebucht, sondern auf die Kostenstellen und Kostenträger verteilt. Ferner gibt es sogenannte Kostenplankonten. Diese ermöglichen unter Berücksichtigung der eingegebenen Werte die Zukunftsprognosen für unternehmerisch in Erwägung gezogene Entscheidungen.

Risiken und Nachteile der Kosten- und Leistungsrechnung

Zunächst ist jede unnötige PC-Eingabe zeitaufwendig. Somit sollte eine Kosten- und Leistungsrechnung nur gemacht werden, wenn die Anforderungen an die Aussagekraft deutlich definiert sind. Auswertungen, die die meisten Kosten- und Erlösfaktoren trotz vorhandener Kosten- und Leistungsrechnung nicht, oder falsch berücksichtigen, führen zu falschen Betriebseinschätzungen des Unternehmers und Außenstehenden. Die korrekt erstellte Kosten- und Leistungsrechnung vermag hingegen eine äußerst detaillierte Darstellung der Unternehmensaktivitäten. Die Voraussetzung hierfür ist das erfahrene Eingabepersonal in der Buchhaltung. An dieser Stelle hakt es häufig, genauso wie bei der erforderlichen schnellen Kommunikation mit der Betriebsleitung. Eine weitere Fehlerquelle ist die oftmals fehlerhafte Rechnungsstellung externer Unternehmen. Nur wenig Unternehmen sind so konsequent, Rechnungen, die nicht den vereinbarten Informationen enthalten, unverzüglich mit Korrekturbitte an die Geschäftspartner zurückzusenden. Gerade unerfahrene oder leicht beeinflussbare Mitarbeiter lassen sich dann häufig aus Zeitgründen zu Falschbuchungen überreden, ohne den Buchungsgrundsatz „Keine Buchung ohne Beleg“ zu beachten.

Die Kalkulation im Einzelhandel – Tipps, Tricks und Basics

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Die richtige Kalkulation der Warenverkaufspreise stellt eine der größten Herausforderungen für viele Einzelhändler und Kaufmänner dar. Dabei kommt der Kalkulation überragende Bedeutung zu. Denn mit ihr stehen und fallen die erzielten Gewinne. Dabei müssen neben mathematischen Aspekten auch Belange des Marketings und der Kundenbindung berücksichtigt werden. Schließlich gilt es, ein Abwandern der Kunden zu vermeiden.

Allgemeines und Grundlagen
Eine Kalkulation kommt nicht ohne mathematische Kenntnisse zustande. Die einzelnen Posten müssen akribisch durchgerechnet werden. So bildet die Grundlage des vorzunehmenden Aufschlags der sogenannte Einstandspreis. Damit ist der Nettoeinkaufspreis (ohne Umsatzsteuer) gemeint. Der durch die Kalkulation bzw. den Warenverkauf erzielte Ertrag setzt sich aus dem Aufschlag und Lieferanten-Boni zusammen. Diese müssen deshalb, genauso wie möglichen Skonti, bei der Berechnung berücksichtigt werden. Selbstverständlich dürfen steuerliche Aspekte wie die abzuführende Umsatzsteuer nicht unter den Tisch fallen. Die Mehrwertsteuer wird im Einzelhandel an den Kunden weitergegeben, sodass auf den Nettopreis ein entsprechender Zuschlag in Höhe des jeweils einschlägigen Steuersatzes vorzunehmen ist.

Auf- und Abschlagsberechnung
Die Kalkulation muss zwingend eine Auf- und Abschlagsberechnung beinhalten. Beim Aufschlag handelt es sich um die Größe, die alltäglich angewandt wird. Es wird also im Wesentlichen der Aufschlag auf den Einstandspreis beschrieben. Der Kalkulationsabschlag bildet das entsprechende Gegenstück. Anders als beim Aufschlag wird die Umsatzsteuer berücksichtigt, sodass sich eine Spanne zwischen dem Verkaufspreis mit Umsatzsteuer und dem ohne Steuern angegebenen Einstandspreis ergibt.

Aspekte des Marketings und der Kundenbindung
Selbständige Einzelhändler dürfen bei ihrer Kalkulation niemals das Marketing aus den Augen verlieren. Kunden werden in der Regel durch zu hohe Preise verschreckt. Ideal ist es, die Mitte zwischen Zahlungsbereitschaft und Absatzmenge zu finden. Denn der Gewinn kann sich entweder aus der Anzahl der Verkäufe ergeben (z. B. bei Discountern) oder aber aus einer besonders hohen Marge (z. B. bei Luxusartikeln). Im Hinblick auf das Marketing sollte überlegt werden, ob Premium- oder Standardware vertrieben wird. Denn während zu niedrige Preise die Premiumkundschaft abschrecken können, ist bei Standardware der gegenteilige Effekt zu beobachten.

Integrität Definition

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Integrität – ein Wort mit zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten

Dafür mit genau definierten Werten. Unter anderem zählen dazu: Aufrichtigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Rechtschaffenheit und Unbestechlichkeit. Eine eigene Meinung haben und dahinter stehen – so lautet das Motto eines integeren Menschen. Doch die Integrität hat auch wichtige Funktionen in der Wirtschaft, der Informationssicherheit, in der Biologie und im Völkerrecht.

Integrität in der Philosophie

Die Wurzeln des Wortes Integrität finden sich in der lateinischen Sprache. Die Bezeichnung integritas steht für vollständig, intakt, unversehrt und makellos. In der Philosophie findet sich die Ethik, welche sich mit dem menschlichen Handeln, in all seinen Facetten, beschäftigt. Der Hauptgedanke: Kein Mensch soll sich ausschließlich von Traditionen und Konventionen leiten lassen, sondern selbstständig denken und handeln. Damit sich ein Mensch ethisch und integer verhalten kann, muss er sich mit sich selbst auseinandersetzen: Seine Werte, Prinzipien und Ziele kennen und dazu stehen.

Körperintegrität, Territoriale Integrität und Integrität in der Informationssicherheit

Ein ungestört funktionierender biologischer Organismus fällt in den Bereich der Körperintegrität. Dazu zählt auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Dieses Menschenrecht ist in verschiedenen Verfassungen und auch in internationalen Vertragswerken schriftlich verankert. Die Territoriale Integrität ist im Völkerrecht festgehalten und soll die einzelnen Staaten vor Drohungen und Gewalt schützen. In der Informationssicherheit steht der Begriff Integrität für die Unversehrtheit von Daten und die korrekte Funktionsweise von Systemen.

Auch für Unternehmen lohnt sich integeres Verhalten

Investiert ein Unternehmen in die eigene Corporate Identity macht sich das vielfältig bemerkbar: größerer Kundenstamm, dauerhafte Kundenbindung sowie eine Steigerung des Umsatzes. Dafür muss der Leiter des Unternehmens Werte haben, seiner Philosophie treu bleiben und Versprechen gegenüber Mitarbeitern und Kunden einhalten.

Fazit

Ein integerer Mensch benötigt nicht die Zustimmung der Masse zu seiner gewählten Vorgehensweise, sondern er handelt aus eigenem Ermessen. Grundlage bildet sein internes Wertesystem, welches eventuell durch äußere Faktoren (Kultur, Religion) mitgeprägt wurde oder aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen entstanden ist.

Horizontale Diversifikation

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Bei der horizontalen Diversifikation bietet ein bereits am Markt etabliertes Unternehmen ein weiteres Produkt innerhalb seiner Sparte, aber außerhalb seiner gewöhnlichen Angebotspalette an. Die Firma Puma bietet neben Turnschuhen auch Schneeboots an. Wenn Puma neben Turnschuhen und Schneeboots auch noch Stöckelschuhe im Angebot hätte, wäre dies ein perfektes Beispiel für eine horizontale Diversifikation.

<strong>Worin liegt der Vorteil der horizontalen Diversifikation?</strong>

Das Unternehmen profitiert in der Erweiterung ihrer Produktpalette, da es bereits bekannt ist am Markt. Die zufriedene Joggerin erwirbt nun auch die Stöckelschuhe von Puma. Sie ist auch eine Businessfrau.
Des weiteren hat das Unternehmen bereits Erfahrungen in der Herstellung von Schuhen und darauf vertraut dann der Verbraucher.

<strong>Welche Nachteile können entstehen?</strong>

Die fehlende Erfahrung des Unternehmens in das neue Produkt und dadurch entstehende Produktmängel, welche sich auf die Reputation der Firma auswirken könnten. Neben der neuen Produktsparte könnte dies negative Folgen auf den bereits etablierten Bereich haben.

Es wird nicht wirklich ein weiteres Marktumfeld geschaffen. Puma hat vorher seine Schuhe hergestellt und macht es mit dem neuen Produkt genauso.

<strong>Fazit:</strong>

Die horizontale Diversifikation kann eine Bereicherung durch die Erweiterung der Produktpalette für ein Unternehmen sein. Sie birgt dennoch Risiken wegen der fehlenden Erfahrung im erweiterten Produktbereich.

Handelsmarketing

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<strong>Definition des Handelsmarketings</strong>
Beim Handelsmarketing ergreifen Händler eigene Maßnahmen, die sie anschließend umsetzen. Ziel ist das Erreichen eines Wettbewerbsvorteils für das jeweilige Unternehmen. Verschiedene Konzepte bewirken als auf den Handel bezogene Instrumente, dass sich die Unternehmen im weiteren Wettbewerb behaupten können. Handelsmarketing orientiert sich an Kundenwünschen, dem Verhalten der Konsumenten und den generellen Anforderungen des Marktes. Der Begriff „Handelsmarketing“ wurde 1974 geprägt und fand anschließend Einzug in die Wirtschaftswissenschaft.

<strong>Instrumente im Handelsmarketing</strong>
Die unterschiedlichen Märkte erfordern den Einsatz verschiedener Strategien und Instrumente. Zum Absatzmarkt zählen zum Beispiel Sortiments- und Produktorientierung, während sich der Beschaffungsmarkt durch Strategie, Finanzierung und Kommunikation mit Lieferanten definiert. Handelsmarketing fordert die Analyse der Konkurrenz und benötigt Erfahrungsaustausch und Betriebsvergleiche. Gezielte Werbung und Präsentationen werden eingesetzt, um den erfolgreichen Absatz der Produkte zu fördern.

<strong>Märkte im Handelsmarketing</strong>
Beim Marketing möchte der Handel Kunden durch ein ausgewogenes Warensortiment an sich binden und sich gleichzeitig beim Abnehmer profilieren. Hinzu kommen die langfristige Sicherung des Umsatzes und die Verbesserung von Wettbewerbschancen. Hersteller haben die Möglichkeit, beim Handel direkt den Absatz ihrer Produkte zu beeinflussen, wobei die Händler begleitendes Marketing betreiben, um den Absatz der Produkte zu beeinflussen. Die Absicht von Herstellern ist die Gewinnung von Händlern und die Motivation der Verbraucher, sich den jeweiligen Erzeugnissen zuzuwenden. Die Märkte müssen jedoch ständig kontrolliert werden und das Marketing benötigt ständig aktualisierte Anpassungsmechanismen. Daneben muss berücksichtigt werden, dass Märkte miteinander verknüpft und voneinander abhängig sind. Neben der dauerhaften Marktbeobachtung sind die Handelsmodalitäten und das sich daraus ergebende Kaufverhalten der Kunden zu berücksichtigen.

<strong>Neukundenorientierung</strong>
Die Ziele sind für Hersteller, Händler oder Kooperationen die gleichen: Kunden sollen generiert und durch eine hohe Qualität der Produkte auf Dauer gebunden werden. Diese Bindung wird durch die Bereitstellung von Servicedienstleistungen ergänzt, was Marktanteile im Wettbewerb sichert und gegebenenfalls ausbaut.

Wirtschaften – Basis und Grundlagen

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Wirtschaften ist eines der ältesten Verhaltensmuster des Menschen. Während in der Steinzeit gejagt und gesammelt wurde, wird nun mithilfe von Unternehmen versucht, den eigenen Besitzstand mithilfer gegebener Ressourcen zu mehren.

Grundlagen

Wirtschaften bedeutet, mit den vorhandenen Mitteln (Faktoren, Input) einen möglichst hohen Output zu generieren. Mit diesem soll auf dem Markt ein Ertrag erwirtschaftet werden. Ziel ist es, den Input möglichst effizient zu verwenden, um den Ouput zu maximieren (Maximal-Prinzip) oder den gewünschten Output unter dem Einsatz möglichst weniger Inputfaktoren zu erzielen (Minimal-Prinzip).

Gewinn und Liquidität

Die erste Messgröße für das Wirtschaften ist der Ertrag, also die Mehrung des eigenen Kapitals und somit der Gewinn, sprich der Überschuss von Erträgen gegenüber den Aufwendungen. Gegensätzlich dazu ist der Verlust (negativer Gewinn) zu betrachten. Neben der reinen Überschussrechnung pro Periode (Monat, Quartal, Geschäftsjahr) spielt vor allem die Liquidität eine wichtige Rolle. Liquidität beschreibt die Menge an freien Geldmitteln. Während sich viele Geschäftsleute rein auf Konto- und Kassenstände verlassen, ist in Wirklichkeit entscheidend, wie viele Geldmittel nach Abzug von offenen Verbindlichkeiten, Steuerbelastungen und Zinsen zur Verfügung stehen. Dies beschreibt die Liquidität ersten Grades. Die Liquidität zweiten Grades schließt Wertpapiere und andere leicht veräußerliche Vermögensgegenstände sowie Forderungen ein, also Bilanzposten, die relativ einfach zu Geldmitteln werden können. Für einen laufenden Geschäftsbetrieb ist es notwendig, dass jederzeit genügend freie Geldmittel zur Verfügung stehen, um alle laufenden Forderungen bedienen zu können.

Kalkulation und Planung

Eine weitere wichtige Grundlage des Wirtschaftens bildet die Planung. Wichtige Bestandteile sind präzise Preiskalkulationen mit ausreichend Gewinnmarge (die auch das fiktive unternehmerische Gehalt einschließen) sowie einer validen, überschaubaren und kontrollierbaren Kostenstruktur. Viele Kleinunternehmen scheitern vor allem daran, dass die Preise in Abhängigkeit der zu erwartenden Umsätze zu niedrig kalkuliert sind und der Gesamtgewinn schlussendlich nicht ausreicht. Abhilfe schaffen eine betriebliche Kosten- und Leistungsrechnung sowie zutreffende Prognosen bzw. Absatzplanungen für das neue Geschäftsjahr.

Bild: bigstockphoto.com / wutzkoh

Führungskräfte in Betrieben

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Die Begriffe Führungskraft, Vorgesetzter, Manager, leitender Angestellter und viele mehr werden häufig synonym verwendet, doch der Begriff der Führungskraft bedarf einer genauen Erklärung. "Führungskraft" ist letztendlich ein Hauptwort, unter dem sich viele Unterbegriffe versammeln.

Allgemeine Definition

Laut Verband der Deutschen Ingenieure (VDI) ist eine Führungskraft eine Person mit Budget- und/oder Personalverantwortung. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt sie als Person mit Personal- und Sachverantwortung. Aus dem Begriff selbst ergibt sich, dass eine Führungskraft etwas oder jemanden führt, also per Definition des Begriffs "Führung" anleitet, überprüft, kontrolliert und organisiert. Innerhalb einer Organisation nehmen diese Personen Aufgaben mit weitreichenden Kompetenzen, Entscheidungsbefugnissen und hoher Verantwortung wahr.

Aufgaben und Hierarchie

Die Aufgabenbereiche von Führungskräften sind weit gefasst. Eine Form der Führung ist die Projektleitung, also Verantwortung für eine zeitlich befristete und eine bestimmte Zielerfüllung hin gerichtete Aufgabenstellung. Dabei erfolgt die Führung rein fachlich und organisatorisch, die disziplinarische Führung liegt an anderer Stelle. Disziplinarische und fachliche Führung in einer Rolle beginnt bei Team- oder Gruppenleiterfunktionen über Abteilungsleitung bis hin zur Führung ganzer Unternehmensbereiche, Standorte oder länderübergreifender Strukturen.

Je nach Führungsebene sind die Aufgaben eher operativ ausgerichtet (unterste Führungsebenen, unteres bis mittleres Management) oder auf höherer Ebene strategisch, also die Führung anderer Führungsebenen und die strategische Planung von Unternehmensbereichen, Funktionen oder Abteilungen (höheres Management). Führungskräfte nehmen in der Organisation exponierte Stellungen ein und sind verantwortlich für die nachhaltige Planung und Umsetzung des Unternehmenszwecks.

Kompetenzen und Ausbildung

Führungskräfte tragen nicht nur für den Unternehmenserfolg eine große Verantwortung, sondern auch für die ihnen unterstellten Mitarbeiter. Neben fachlicher Kompetenz benötigen sie eine umfassende Palette an Methoden der Mitarbeiterführung. Motivation, fachliche Anleitung und Mitarbeiterentwicklung sind dabei nur einige Aufgabenfelder, die eine Führungskraft erfüllen muss. Die methodische Ausbildung der Führungskräfte sowie deren Fähigkeiten der Mitarbeiterführung sind Bausteine des Unternehmenserfolgs. Ihr Direktionsrecht muss zielgerichtet und nachhaltig erfolgen, um das Unternehmen erfolgreich zu betreiben.

Der Kaufvertrag – vertragsbasierter Güterumsatz

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Der Kaufvertrag ist die wichtigste Form der gesetzlich normierten Vertragstypen. Die Vertragsparteien beim Kaufvertrag sind der Verkäufer und der Käufer. Der Verkäufer wird vertraglich zur Verschaffung der Rechtsinhaberschaft an einer Sache oder einem Recht, der Käufer auf der Gegenseite zur Zahlung eines Kaufpreises verpflichtet.
Der Kaufvertrag ist also ein schuldrechtlicher Vertrag, der auf den gegenseitigen Austausch von Leistungen gerichtet ist.

Vertragsschluss

Ein Kaufvertrag kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen, das Angebot und die Annahme, zustande. Diese Willenserklärungen enthalten regelmäßig die wesentlichen Vertragsbestandteile, wie zum Beispiel die Höhe des Kaufpreises. Ein Kaufvertrag kann in der Regel formfrei geschlossen werden.

Vertragsinhalt

Im Rahmen der Vertragsfreiheit sind die Parteien zudem grundsätzlich frei in ihrer Entscheidung mit wem sie einen Vertrag schließen wollen und welchen konkreten Inhalt dieser haben soll. Mit einem Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache dazu verpflichtet, die Sache dem Käufer zu übergeben und ihm das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Käufer ist dagegen zur Zahlung des vereinbarten Kaufpreises und zur Annahme der Kaufsache verpflichtet. Mit der Übergabe der Kaufsache durch den Verkäufer an den Käufer geht die Gefahrtragung bezügliche der Sache auf diesen über.

Vertragsbasierter Güterumsatz

Ziel eines jeden Kaufvertrages ist folglich entweder der Eigentumswechsel an einer Sache oder der Inhaberwechsel an einem Recht gegen eine Leistung, zumeist in Form der Geldzahlung.